Oktober. Wenn ich an diesen Monat denke, dann denke ich zuerst an den Tempelhof.
Locker verbunden: der Tempelhof
Die Gemeinschaft Tempelhof in der Nähe von Crailsheim beobachten mein Mann und ich schon seit vielen Jahren. Wir lesen regelmäßig den Newsletter. Und in größeren Abständen fahren wir immer wieder hin. Um zu sehen, wie es sich dort entwickelt.
Am Anfang haben wir selbst überlegt: Ist diese Lebensform was für uns? Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Und trotzdem interessiert es uns immer wieder. Was tut sich an dem Ort? Welche Gedanken haben sie, welche Erfahrungen machen sie? Und welche Seminare bieten sie an?
Im Lauf der Jahre haben wir schon mehrere Wochen dort verbracht. Und ganz verschiedene Eindrücke mitgenommen. Unvergessen: der Sommer mit den frischen Tomaten. Die besten, die ich je gegessen habe.
Diesmal war ich ein paar Tage zur Werkstatt „für länger gelebt Habende“ dort. Ich hatte mich lange vorher darauf gefreut. Währenddessen war es intensiv. Und jetzt, im Nachgang? Beschäftigt mich da einfach noch einiges. Ehrlich, das arbeitet noch. Was ich dort erlebt habe, und warum meine Lebensfreude irgendwo in Usbekistan auf mich wartet, habe ich in meinem Erfahrungsbericht aufgeschrieben.
Die Tomatenzeit war leider schon vorbei. Aber dafür gab es anderes zu entdecken. Ich gehe zum Beispiel gern in den Waldgarten. Ein Garten, in dem vor allem Essbares wächst. Von allein. Er braucht nur immer wieder eine ordnende Hand. Eindeutig mein Lieblingsort dort. Deshalb ist auch das Beitragsbild von da: eine Pergola im Waldgarten.
Über den Tempelhof gibt es viele Geschichten. Auch in den Medien. Und jede wäre fast schon einen eigenen Beitrag wert.
Da gibt es zum Beispiel ein Gebiet, das sie Tempelfeld nennen. Dort stehen Tiny Houses und Jurten. Und daneben ein Gebäude, das sich Earthship nennt. Gebaut aus alten Flaschen und Lehm.
Zufällig waren wir in der Nähe, als das Earthship gebaut wurde. Das war die schönste Baustelle, die ich je gesehen habe. Junge Menschen aus aller Welt. Sie haben gesungen, gebaut und waren mit Begeisterung dabei. Dafür mussten sie sogar zahlen, dass sie mitmachen durften. Und trotzdem: so eine Stimmung.
Klar haben wir uns das Earthship längst auch von innen angesehen.
Und gerade wird ein altes Gebäude in Angriff genommen, das bislang leer stand. Wir Älteren können es kaum aushalten. Es hat eine verstörende, traumatisierende Geschichte. Und die triggert uns voll.
Junge Menschen können das. Sie gehen mit einer Leichtigkeit über die Schwere des Ortes hinweg. Sie renovieren ihn, ohne dass es ihnen schlecht geht.
All diese Geschichten machen den Tempelhof für uns zu einem besuchbaren, inspirierenden Ort. Mit dem wir uns sehr gern verbunden fühlen. Locker verbunden.
Und sonst im Oktober
Und dann waren da die Aufstellungen. Mehrere. Sehr eindrückliche. Sehr bewegende. Und, das merke ich jetzt schon, sehr nachhaltige. Ich bin ganz froh an der Methode. Froh über das, was da alles in Bewegung kommt. Immer wieder.
Ende September lief meine Umfrage über Aufstellungen. Und im Oktober habe ich die Ergebnisse in einem Artikel aufgeschrieben. Das war sehr spannend. Weil es mir gezeigt hat, wie viel Respekt Menschen vor Aufstellungen haben. Und welche Bedenken sie umtreiben.
Ehrlich, das hatte ich so nicht mehr im Blick. Wenn man eine Methode schon so lange macht, ist es manchmal schwierig, den Blick der Neulinge zu haben.
Mein Newsletter-Call war auch im Oktober. Das ist ein Abend, an dem ich die Menschen treffe, die auf meiner E-Mail-Liste stehen. Eine Stunde, unbeschwert. Wer steht wo? Was macht jede so? Welche Themen beschäftigen gerade? Eine schöne Art, sich kennenzulernen. Und jedes Mal merke ich, wie viel einen doch verbindet. Und was man von der anderen gleich mitnehmen kann.
Kunden hatte ich auch. Dazu sage ich aber nicht viel. Es wäre zu erkennbar, was die gerade umtreibt. Und das gehört ihnen.
Und dann habe ich mich noch mit einer Kollegin getroffen. Sie arbeitet auch online. Und sie hat gerade einen sehr spannenden Kurs besucht. Sie hat mir erzählt, was sie da alles gelernt hat. Und wie begeistert sie ist.
Jetzt überlege ich. Ist das vielleicht auch was für mich?
Hm. Da bin ich vorsichtig geworden. Seit 2017 bin ich online unterwegs. Und ich habe schon einige Lösungen angeboten bekommen. Der eine sah das Heil im Podcast. Der andere in YouTube. Der nächste im Onlinekongress. Oder doch besser ein Webinar? Oder der Blog?
Ich habe alles ausprobiert. Und bei jedem viel gelernt. Nur die eine Lösung war es nie. Die gibt es wahrscheinlich auch nicht. Es gibt nur die, die zu mir passt.
Und der Blog? Der macht mir Freude. Hier kann ich die Themen sichtbar machen, die mich beschäftigen.
Also schaue ich mir das Neue genau an. Ob es wirklich gut ist. Oder nur gut klingt.
Das habe ich im Oktober gebloggt
- Meine To-Want-Liste für Q4 2026: Was ich bis Jahresende will
- Cheffing: Wann Führen von unten zur Anmaßung wird
- Wofür hilft eine Aufstellung wirklich? Was 36 Menschen mir erzählt haben
- Was kostet eine Aufstellung? Ehrliche Preise aus 30 Jahren
- Der Schmerzpunkt, der mal ein Kind war
- Du atmest verkehrt herum
- 12 von 12 im Oktober 2026
- Nur 5 Prozent sind wie ich: Ich bin Unterstützende Stabilisatorin im TMS
- Verstorbene spüren: Was ich rate, wenn sie Dir rund um Allerheiligen begegnen
- „Ich atme ein und ich raste aus“: Die Werkstatt für länger gelebt Habende am Tempelhof – mein Erfahrungsbericht
Und im November?
Da bereite ich meinen Adventskalender vor. Den „Advent der Klarheit“. Ich habe ihn neu aufgesetzt.
Jeden Tag gibt es ein Mandala. Und eine kleine Beobachtungsaufgabe für den Tag. Nichts Großes. Nur ein Moment, in dem Du genauer hinschaust. Und am Wochenende kommt ein Impuls aus den Aufstellungen dazu.
Falls Dich das anspricht: Hier kannst Du Dich für den Advent der Klarheit anmelden.