12 von 12 im September 2026

Marienkäfer auf einem Brillenbügel

Mein 12 von 12 im September: ein scheinbar ganz normaler Urlaubstag. Wir sind mit unserem Wohnmobil unterwegs, und heute sind wir in Dinkelsbühl.

Blick durch die Dachluke eines Wohnmobils nach draußen
Aufwachen im Wohnmobil – der erste Blick durch die Dachluke: Ah, ich bin im Wohnmobil.

Neben mir liegt die Powerbank, die muss ich nachher noch laden – praktisch, wenn man Solar auf dem Dach hat.

Anker-Powerbank mit Ladekabel auf einer roten Decke
Die Powerbank, bereit zum Nachladen.

Wir haben schon ein klares Programm: Kaffee trinken in der Kaffeerösterei, der schmeckt dort herrlich, es gibt einen kleinen Garten, und auf dem Rückweg will ich noch Fotos von der Stadt machen. So der Plan.

Ich fahre mit dem Rad in die Stadt, da ich schlecht zu Fuß bin. Doch heute, nach ein paar Metern, macht das Rad schlapp. Wir müssen umkehren. Reparieren lässt es sich so nicht. Also: Änderung des Tagesplans.

Nahaufnahme eines beschädigten Fahrradreifens mit Aufschrift „Marathon“
Nach ein paar Metern macht das Rad schlapp – Mantel und Reifen kaputt, nicht mehr zu reparieren.

Zwischendurch kristallisieren sich bei mir auch noch massive Hüftschmerzen heraus, und wir beschließen, heute einfach hierzubleiben. Das ist keine Strafe. Wir haben einen schönen Stellplatz direkt an der Wiese. Hier wurde gestern das Gras gemäht, gerade als wir angekommen sind. Eigentlich toll, oder? Nein – wir hatten uns so gefreut, dass der Spitzwegerich zu sehen war und das Gras einige Zentimeter hoch stand. Aber ich glaube, wir sind so ziemlich die einzigen, die sich daran freuen und das nicht als „ungepflegt“ erleben. Neulich habe ich mitbekommen, dass die Stadtgärtner ausrücken müssen, sobald das Gras eine bestimmte Höhe hat – es darf nicht über 10 cm lang sein. Da sind wir völlig anders gestrickt: Uns gefällt es viel besser, wenn Gras da ist, als jetzt das kurze Gras mit den vielen Löchern, die er tatsächlich reingemäht hat.

Junge Bäume mit Holzstützen auf einer frisch gemähten Wiese
Unser Stellplatz direkt an der Wiese – frisch gemäht, gerade als wir ankamen.

Vor dem Frühstück müssen wir erst noch spülen.

Besteck in bunten Bechern und zwei Gläser auf einem Campingtisch
Vor dem Frühstück wird erst mal gespült.

Am Vormittag füllen wir Wasser auf. Dafür haben wir Volvic-Flaschen, die gut ins Regal passen. So krass: Das Wasser ist günstig, ja – aber der Wasserdruck war so hoch, dass es mich von oben bis unten nass gespritzt hat. Da gab’s herzlich was zu lachen. So nass war ich ungewollt schon lange nicht mehr.

Frau kniet neben einem Mülleimer mit einer Kiste Wasserflaschen
Wasser auffüllen – der Druck war so hoch, dass es mich von oben bis unten nass gespritzt hat.

Mittags laufe ich über die kleine Wiese zur Badestelle. Es ist mir dann doch etwas zu frisch, um in den Fluss zu hüpfen – sonst wäre ich zu ausgekühlt.

Ruhiges Flussufer mit dichtem Grün an der Badestelle
Die Badestelle am Fluss – zum Reinspringen war es mir dann doch zu frisch.

Am Nachmittag laufe ich weiter zum Fluss. Unterwegs sehe ich Brennnesseln, die er „aus Versehen“ hat stehen lassen. Das gefällt mir.

Verwitterter Baumstamm im Gras zwischen Brennnesseln
Der Baumstamm im Gras – die Brennnesseln durften stehen bleiben.

Dazu der Blick in den Himmel und auf den Fluss.

Wolkenhimmel mit Baumsilhouette, Blick von einer Liege am Bach
Der Blick von den Liegen am Bach.

Ich gehe mit den Füßen rein, mache Wellen und beobachte das Wellenbild.

Nahaufnahme von Wasserwellen in Blau- und Grüntönen
Füße rein, Wellen gemacht und das Wellenbild beobachtet.

Im Gespräch mit meinem Mann fällt mir dann ein: Es gibt ja das Vergebungsritual der Hawaiianer. Ich recherchiere gleich im Internet. Es gibt zwei Varianten – die eine ist für uns Touristen, also etwas Nachgebautes, die andere ist die ursprüngliche Form. Ich bin beeindruckt, wie die Menschen dort wirklich ihre Konflikte angehen. Alle Achtung. Und wäre das auch etwas für unseren Kulturkreis? Wie könnte man das integrieren?

Screenshot mit Stichpunkten zum hawaiianischen Vergebungsritual Ho'oponopono
Im Gespräch mit meinem Mann fiel mir das Vergebungsritual der Hawaiianer wieder ein – ich habe gleich recherchiert.

Am Abend spielen wir wie immer Rummikub – ich spiele es sonst nie, nur im Urlaub. Heute haben wir einen Gast: ein Marienkäfer ist da und will partout nicht wegfliegen. Erst turnt er auf meiner Brille herum – das Foto davon ist übrigens unser Beitragsbild oben –, die ich dann auf den Tisch lege, später klettert er auf die Spielsteine…

Marienkäfer auf Rummikub-Spielsteinen in der Ablage
Abends beim Rummikub hatten wir einen Gast: ein Marienkäfer, der partout nicht wegfliegen wollte.

…bis ich irgendwann doch Bedenken habe, dass wir ihn aus Versehen zerdrücken. Ich setze ihn in unserer Küche ab. Dort ist er dann irgendwohin verschwunden.

Mehr Rückblicke – und weitere 12-von-12-Tage – findest du in der Kategorie Rückblicke & Ausblicke.

Marienkäfer auf einem Brillenbügel

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Andrea Sam, Coach und Beraterin, vor Felsen in der Natur

Ich bin Andrea Sam — Coach, Beraterin und Seminarleiterin mit jahrzehntelanger Erfahrung in Kommunikation, Konfliktmanagement und persönlicher Entwicklung. Ich begleite Menschen, die Klarheit suchen — im Gespräch, in schwierigen Situationen und in sich selbst. Mein Ansatz ist ganzheitlich, nah am Menschen und nah an der Wirklichkeit.

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