Jahrelang habe ich geschwiegen – jetzt nicht mehr

Mandala in Rot

Wie ich mit 60 gelernt habe, meine zwei Welten zu verbinden

Mit 60 hatte ich einen Moment, der mich irritiert hat: Was – ich bin 60?
Und plötzlich waren sie wieder da, diese Sätze von früher: Jetzt habe ich Narrenfreiheit.
Damals habe ich das gehört – heute verstehe ich, was gemeint ist.
Denn etwas hat sich verschoben – in mir und in dem, was ich bereit bin zu zeigen.

Was ich plötzlich klarer gesehen habe

Damals habe ich das gehört – heute verstehe ich, was gemeint ist.

In der Coronazeit fiel mir etwas auf:
Die Ärzte, die plötzlich kritisch sprachen, waren vor allem die, die schon aus der Arbeitswelt draußen waren.

Ich fragte mich: Warum ist das so?
Und wo bin ich selbst unehrlich?
Was zeige ich nicht?
Worüber spreche ich nicht?

Eine Geschichte geht mir dabei immer wieder mit einem Grinsen durch den Kopf:
Eine 80-jährige Schwarzfahrerin sagte, es sei für sie ein Leichtes, die verwirrte Alte zu mimen.Was sich mit 60 verschoben hat

Mehr Spielraum als ich dachte

Ich habe angefangen, Dinge auszuprobieren. Direkter zu sprechen. Ehrlicher zu sein. Auch unbequemer.

Und ich habe gemerkt: Meine Handlungsspielräume sind größer, als ich lange gedacht habe. Ich kann Rollen wechseln. Ich kann klar sein – oder mich bewusst zurücknehmen. Und ja: Manchmal ist es sogar hilfreich, nicht souverän zu wirken. Ein bisschen müde. Ein bisschen alt. Der Widerstand im Außen wird sofort weniger.

Das hat mich amüsiert. Und gleichzeitig herausgefordert.

Ich lebe zwei Welten – und habe lange geschwiegen

Irgendwann ging es nicht mehr nur um Verhalten. Sondern um etwas Grundsätzlicheres: Ich lebe verschiedene Teile.

Da ist die klare, strukturierte Beraterin und Trainerin. Und da ist eine Seite von mir, die Dinge wahrnimmt, für die es im Business keinen guten Platz gibt. Ich nehme Räume anders wahr. Ich spüre, was da ist – auch wenn niemand darüber spricht. Ich nehme Vergangenheit wahr, die noch wirkt.

Und ja – manchmal geht es dabei auch um Dinge, die nicht mehr da sind und trotzdem Einfluss haben.

Das habe ich lange nicht gesagt. Nicht aus Angst. Sondern aus Klugheit. Ich wollte anschlussfähig bleiben. Ich wollte arbeiten. Ich wollte wirksam sein.

Also habe ich vieles einfach gemacht – ohne darüber zu sprechen. Ich bin durch Werkshallen gegangen und wusste, wo etwas nicht stimmt. Ich habe Dinge geordnet, ohne sie zu benennen.

So wie in einer Aufstellung, bei der es plötzlich darum ging, den verstorbenen Vater in die geistige Welt zu schicken – damit er das Haus der Aufstellerin verlässt. Das war nicht geplant. Aber es war notwendig. Und es hat gewirkt. Wenn ich bei einer Aufstellung an die Grenze komme, steige ich um – auf schamanische Arbeit, wenn das mehr Lösung verspricht. Nicht weil es spektakulär ist. Sondern weil es hilft.

Heute verbinde ich beides

Ich rede nicht über alles. Aber ich verstecke mich auch nicht mehr.

Ich habe akzeptiert, dass beides zu mir gehört. Und dass es keinen Sinn macht, einen Teil davon wegzulassen. Was ich wahrnehme, nutze ich. Nicht weil ich recht haben will – sondern weil es oft der schnellste Weg zu einer echten Lösung ist.

Für manche wirkt das ungewohnt. Für andere ist es eine Erleichterung. Was meine Kunden erleben, ist selten das Etikett. Sondern die Wirkung: Dass Dinge klar werden. Dass sich etwas löst. Dass Zusammenhänge sichtbar werden, die vorher im Verborgenen waren.

Das ist vielleicht die eigentliche Narrenfreiheit.

Wenn Du spürst dass in Deiner Situation mehr wirkt als das Sichtbare – buch Dir einen Termin.

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Andrea Sam