Mein Jahresrückblick 2025 – ein anderes Leben: geistig wach, innerlich bewegt und wirksam

Mein Jahresrückblick 2025 –
ein anderes Leben: geistig wach, innerlich bewegt und wirksam

Mein Jahresrückblick 2025 –
ein anderes Leben: geistig wach, innerlich bewegt und wirksam

Das Ende des Jahres 2025 ist da.
Und ich lebe noch.
Ich lebe gut.

Ich bin nicht gesund, ich war nicht im Krankenhaus – aber ich lebe.
Das klingt vielleicht seltsam, doch Ende 2024 war mir nicht klar, wohin mich das Jahr 2025 führen würde. Der Friedhof wäre auch eine Option gewesen. Stattdessen liegt nun ein erfahrungsreiches Jahr hinter mir.

2025 war mit Sicherheit anders als viele Jahre zuvor.
Wenn man körperlich eingeschränkt ist, geht vieles nicht mehr automatisch, sondern will gut überlegt und geplant sein. Duschen ist ein Berg von Arbeit, ebenso wie Kochen. Für beides habe ich Hilfsmittel gefunden. In der Dusche steht jetzt ein Hocker. Ich habe mir sagen lassen, dass es in Japan normal ist, im Sitzen zu duschen. In der Küche steht ein Rollhocker, der mich locker durch die Küche gleiten lässt.

Es ist nicht gut, schlecht stehen und laufen zu können.
Aber es ist überbrückbar.

Wie es 2026 weitergeht, überlege ich gerade.
Die Hilfen, die ich 2025 gesucht habe, waren nicht nützlich. Sie wurden mir zwar sehr empfohlen, waren für mich aber nicht tragfähig. Doch das ist nur eine Seite meines Lebens.

Die andere Seite ist meine Arbeit – und mein Blog.
Und da kann ich am Ende dieses Jahres nur selbst staunen.

Als ich im Januar 2025 den Kurs bei Judith Peters gekauft habe, dachte ich: Vielleicht schreibe ich maximal 30 Blogartikel, dann bin ich schon zufrieden. Am Jahresende sind es über 100 Beiträge geworden. Es war eine sehr spannende Reise.

Zum Ende des Jahres habe ich mehrere Projekte umgesetzt, die mich selbst überrascht haben.
Ich habe einen Adventskalender angeboten, an dem 64 Menschen teilgenommen haben. Außerdem habe ich vier kostenfreie Resonanzabende angeboten. Die Tiefe, die dort sichtbar wurde, hat mich selbst berührt. Wir haben große Themen aufgestellt und sehr individuelle Hintergründe sichtbar gemacht.

Zu Beginn des Jahres hätte ich nicht gedacht, dass ich online Aufstellungen anbieten würde.

Ich habe das Gefühl, dass ich mir bis zum Ende von 2025 eine sehr gute Grundlage geschaffen habe, um mit meinen Themen sichtbar zu sein – und dass Menschen die Möglichkeit haben, mich online zu finden und sich zu binden.

Vor kurzem hatte ich Kontakt mit einer Frau, die ein sehr privates Thema hatte. Sie hatte danach gegoogelt und ist auf meinen Blog gestoßen. Der Text war für sie so hilfreich, dass sich ihr Thema aufgelöst hat. Sie hat den Impuls gefunden, der ihr geholfen hat – weil ich zuvor sichtbar gemacht habe, was mich selbst bewegt.

In diesem Sinne bin ich sehr gespannt auf 2026 und darauf, was sich mir dort zeigen wird.

Auch Urlaube gab es in diesem Jahr – wenn auch anders als früher.
Wenn man schlecht laufen kann, fährt man eben Rad. So waren wir am Main unterwegs, und ich habe mich mit dem Rad durch die Orte bewegt. Dadurch konnte ich viel erleben und Stimmungen mitnehmen.

Ein kleines Wunder ist dabei geschehen. Nicht spektakulär, aber doch: wow.
Eines Tages fuhren wir auf einen Stellplatz, und mein Mann sagte plötzlich: „Schau mal, das Wohnmobil neben uns – ist das nicht das von meiner Schwester?“
Und tatsächlich: Sie stand direkt neben uns. Durch diese unverhoffte Begegnung verbrachten wir zwei Tage zusammen. Alle waren berührt davon, wie das Leben manchmal spielt.

Auch solche Kleinigkeiten, die doch ganz groß sind, gehören zu diesem Jahr.

Segeln war ebenfalls wieder möglich.
Ich war 2025 sogar zweimal jeweils eine Woche in Kroatien. Beide Wochen waren sehr unterschiedlich und beide nachhaltig beeindruckend.

Die erste Woche im Juli war nicht so heiß wie befürchtet. Ich mag es nicht, wenn man sich kaum bewegen kann und die Schnaken um einen herumschwirren. Das war glücklicherweise nicht der Fall. Kurzfristig waren meine Eltern mit dabei – beide 89 Jahre alt. Dank an meinen Bruder, der es mit uns dreien, nicht mehr ganz so fitten Menschen, gut ausgehalten hat. Es war eine schöne Woche, und meine Eltern schwelgten in Erinnerungen. Sie waren über viele Jahrzehnte selbst in diesem Revier segeln gewesen.

Ehepaar Ende 80 auf Segelboot
Meine Eltern mit 89 auf dem Segelboot in Kroatien. Kurz nach ihrem 65 igsten Hochzeitstag.

Ende Oktober sind wir noch einmal kurzfristig losgefahren: mein Neffe, mein Bruder und ich.
Es war schon recht frisch, und gegen Ende der Woche wurde mein Bruder sehr krank. Inzwischen ist er wieder gesund, und ich kann mit Freude auf diese Zeit zurückblicken.

Meinen Neffen eine ganze Woche so nah zu erleben, war besonders. Diese Erinnerung wird uns bleiben.

Dazu kam, dass wir auf meiner Lieblingsinsel waren. Auch ich habe es mit meinen Gehproblemen über das Beiboot auf die Insel geschafft. Es ist eine ganz besondere Insel. Dort wachsen Salbei und Myrrhe, und ich erlebe diesen Ort als magisch.

Salbei
Frischer Salbei von der Salbeiinsel. Die ganze Sonnenkraft steckt im Blatt.

Ich dachte: Das hier ist der Tag meines Jahres.

Als mir dann noch eine Freundin einen Segen schickte, weil sie meinte, es sei ein Tag des Segnens, war ich tief berührt. Ich habe keinen offiziellen Segens-Tag gefunden. Aber genau an diesem Tag, direkt nach meinem Inselbesuch, habe ich diesen besonderen Segen erhalten.

Blick auf kleine kroatische Insel
Blick von Salbeiinsel auf Schiff und Nachbarinselchen

Ich war auch in diesem Jahr wieder im See schwimmen, mehrfach.
Mein ältestes Enkelkind wurde konfirmiert. Das sind Ereignisse, die zu einem Jahr dazugehören und ihm Akzente geben. Vieles davon habe ich bereits in meinen Monatsrückblicken festgehalten, die ich 2025 sehr intensiv geschrieben habe.

Berührend waren auch zwei Abschiede von Bekannten – Menschen, die ich vor etwa 30 Jahren intensiver kannte und von denen sich die Wege irgendwann getrennt hatten. Dass sie gegangen sind, hat mich sehr bewegt. Ebenso das Beobachten, wie ihre Partnerinnen nun alleine weiterleben – dürfen und müssen.

All das war eher unauffällig.
Und doch hat es mein Jahr begleitet.

Ja, dieses Jahr ist vorbeigegangen.
Mit viel innerer Bewegung, viel Arbeit am Blog und wenig äußerer Bewegung – weil sie einfach nicht möglich war.
Es ist ein anderes Leben geworden.
Nicht schlechter, nicht besser.
Aber völlig anders als vorher.

Einen Spiegel dessen, wie sich mein Denken und Arbeiten 2025 verschoben hat, findest Du in meinem Artikel zur Standortbestimmung 2025:

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