September in Fragmenten

Mandala in rosa und grau

Gerade waren noch Sommerferien, und jetzt sind wir plötzlich mitten im Herbst. Dazwischen liegt der September.

Sommer wird Herbst

Zu Beginn des Monats war ich noch im Urlaub – täglich schwimmen. Das konnte ich jetzt, Ende September, noch einmal. Das Wasser ist inzwischen ziemlich kalt geworden, denn die Nächte waren schon fast an der Frostgrenze. Ende des Monats bin ich doch noch einmal ins Wasser, wenn auch nur bei 16 Grad – die Außentemperatur hat das gerade noch zugelassen. Aber ich glaube, jetzt ist für mich Schluss für dieses Jahr.

Zwei Ereignisse

Im September gab es zwei größere Ereignisse. Das eine war der Schwiegermutter-Kongress, bei dem ich als Sprecherin aufgetreten bin. Der Online-Kongress ist jetzt zu Ende, und ich werde mir den einen oder anderen Beitrag noch einmal selbst ansehen – das Thema ist spannender und umfassender, als ich dachte, und eng mit Kommunikation und Anspruchshaltung verbunden. Das war mir vorher schon klar, aber durch die anderen Sprecher:innen und ihre Beispiele wurde mir noch klarer: Eine Schwiegermutter ist eine Schwiegermutter – und was das bedeutet, füllt jede und jeder selbst mit dem eigenen Fühlraum. Man erkennt es schon daran, wie man selbst auf das Wort „Schwiegermutter“ reagiert – und wie sich das für einen anfühlt. Von daher denke ich: Auch im Kontext Schwiegermutter ließe sich so manches klären – zum Beispiel durch Kommunikation oder eben durch eine Aufstellung.

Wer tiefer einsteigen möchte: Der Kongress ist mit allen Beiträgen hier käuflich zu erwerben.

Das andere Ereignis war meine Umfrage zu Aufstellungen. Sie lief im September, und inzwischen habe ich über 30 Einreichungen – mehr, als ich erwartet hatte. Mich hat dabei vor allem eine Frage umgetrieben: Wissen Menschen überhaupt, was eine Aufstellung ist und was man damit erreichen kann? Das ist oft so schwierig in Worte zu fassen. Auf den ersten Blick muss ich sagen: Das Thema ist vielen vertrauter, als ich dachte. Wer selbst tiefer einsteigen möchte, findet in meinem Überblick Aufstellungs-Tipps – 30 Jahre Erfahrung viel dazu. Ich werde die Umfrage in den nächsten Tagen abschließen und die Zusammenfassung schreiben.

Eine Aufstellung, die nachwirkt

Aufstellungen finden bei mir laufend statt. Darüber kann ich aus Schutz für die betroffenen Menschen nicht direkt schreiben. Aber von einer Aufstellung, die schon einige Tage zurückliegt, möchte ich erzählen:

Eine Frau hatte wenig Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln. Durch die Aufstellung wurde klar, welches Ahnenthema da noch dranhing. Durch die Klärung dieses Ahnenthemas rutschte auch bei den Kindern etwas an seinen Platz – und die Frau bekommt jetzt schöne Besuche von Sohn, Tochter und den Enkeln. Etwas, womit sie nicht gerechnet hatte.

Sie hat mir erlaubt, ihre eigenen Worte dazu zu teilen:

Ich hatte insgesamt drei Online-Aufstellungen und hätte vorher ehrlich gesagt nie gedacht, dass eine Aufstellung online überhaupt funktionieren kann. Umso mehr hat mich überrascht, wie intensiv und wirkungsvoll die Sitzungen für mich waren.

Durch die drei Aufstellungen hat sich der Kontakt zu meinen Kindern so wunderbar entwickelt, wie ich es mir vorher nie hätte vorstellen können. Ich spüre heute so viel mehr Nähe, Verständnis und Verbundenheit.

Ich bin sehr dankbar für diese wertvolle Erfahrung und kann Online-Aufstellungen bei Andrea von Herzen weiterempfehlen. ❤️

— Anne

Herbst im Garten

Die Äpfel fallen gerade wurmig vom Baum. Apfelmus geht trotzdem, Apfelkuchen auch – es dauert nur ein bisschen länger. Und in der Mosterei, wo es frisch gepressten Saft gibt, hole ich mir auch immer welchen. An die Würmer denke ich dabei lieber nicht.

Die Pfirsiche sind schon alle geerntet. Es waren nicht so viele – schnell waren sie gegessen.

Eine Begegnung, die berührte

Dann war da noch ein Kunde, der mich sehr berührt hat. Er ist Anfang 40 und war so zufrieden mit sich und der Welt, wie ich es in meinem ganzen Berufsleben noch nie erlebt habe – mit seinem Arbeitsplatz, seinem Chef, seinen Mitarbeitenden, seiner Arbeit. Es ging um seine zukünftige Positionierung, und ich habe viele Bereiche abgeklopft. Die Zufriedenheit zog sich durch und durch.

Das hat mich sehr berührt, weil Menschen oft eher unzufrieden sind. Hut ab vor so viel innerer Zufriedenheit und eigener Mitte.

Was noch nicht erzählt werden kann

September war für mich auch ein Monat der inneren Erkenntnis und Verarbeitung. Es sind Einsichten gekommen, die sich noch sehr wund anfühlen – ich warte, bis meine Emotionen abgeflacht sind und ich die Essenz fassen kann. Ein eigener Blogartikel dazu ist schon in Arbeit.

Manches lässt sich eben nicht in einen glatten Rückblick pressen. Dieser September war Stückwerk – und vielleicht ist genau das seine Dramaturgie.

Mandala in rosa und grau

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Andrea Sam, Coach und Beraterin, vor Felsen in der Natur

Ich bin Andrea Sam — Coach, Beraterin und Seminarleiterin mit jahrzehntelanger Erfahrung in Kommunikation, Konfliktmanagement und persönlicher Entwicklung. Ich begleite Menschen, die Klarheit suchen — im Gespräch, in schwierigen Situationen und in sich selbst. Mein Ansatz ist ganzheitlich, nah am Menschen und nah an der Wirklichkeit.

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