Manchmal merken wir in oder nach einem Gespräch,
dass etwas noch nicht rund ist.
Dass es innerlich weiterarbeitet.
Dass etwas offen geblieben ist.
Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen:
Was wirkt da in mir eigentlich?
Genau dann entsteht oft dieser Satz:
„Ich muss das erst mit mir besprechen.“
Wenn ein Gespräch innerlich weitergeht
Neulich sagte mir eine Kundin:
„Oh ja, dann muss ich das erst mit mir besprechen – und mit Ihnen.“
Ich habe gemerkt, dass sie das Gespräch so beschäftigt hat,
dass sie, bevor sie nach außen geht,
es erst einmal in sich selbst klären wollte.
Was hat mich da getroffen?
Was hat mich getriggert?
Und worum geht es eigentlich?
Diese Kundin weiß inzwischen,
wie wertvoll es sein kann, solche inneren Bewegungen ernst zu nehmen.
Dinge, die uns übermäßig beschäftigen, zu reflektieren,
weil sich dadurch oft ein völlig neuer Blick eröffnet.
Und ja:
Manchmal ist es schwierig, da alleine drauf zu kommen.
Es geht leichter, wenn man weiß,
woher Trigger stammen,
wie man sie erkennt
und wo man dann suchen kann.
Was mich wirklich trifft – und warum
Genau dann, wenn Du Dich mit den Aussagen anderer genauer beschäftigst,
findest Du heraus, was in Dir wirkt.
Worauf Du reagierst.
Was Dich verletzt.
Was Dich verunsichert.
Was Dich wütend macht.
Und auch:
Wie Du eigentlich reagieren möchtest.
Was Du dem anderen sagen willst.
Nicht aus dem Affekt heraus.
Sondern aus Klarheit.
Wenn der Blick immer beim anderen bleibt
Auf Facebook verfolge ich einige Gruppen.
Meist geht es um Beziehungen
und darum, wie Frauen Beziehung erleben.
Sehr häufig ist sofort spürbar,
dass der Blick fast ausschließlich beim Mann liegt:
Was er sagt.
Was er tut.
Wie er sich verhält.
Die Frauen fragen andere um Rat,
ob das normal ist.
Sie sagen oft nicht:
„Mich verletzt das. Ich will das nicht.“
Manchmal erkennen sie,
dass sie sich abhängig fühlen.
Aber der Blick bleibt außen.
Warum alte Gefühle so mächtig sind
Oft sind sie damit noch nicht am Kern.
Denn die Person, die sich abhängig fühlt,
ist häufig nicht das erwachsene Ich.
Es ist das Kind-Ich in uns,
das alte Erfahrungen mitbringt.
Das erwachsene Ich ist nicht abhängig.
Aber es erlebt es so,
weil alte Gefühle noch wirken.
Weil sie stärker sind als die aktuelle Situation.
Und glauben machen: Das ist jetzt.
Dabei ist es Vergangenheit,
die sich in der Gegenwart meldet.
Wenn Emotionen mehr Vergangenheit als Gegenwart sind
Wir haben gesellschaftlich viele Vorstellungen davon,
wie Beziehung „sein sollte“.
Oft haben wir uns wenig Zeit genommen,
zu prüfen, was für uns selbst eigentlich stimmig ist.
Stattdessen sind Emotionen im Raum.
Und ehrlich:
Nicht immer kann man ihnen trauen.
Denn sie verwechseln manchmal
frühere Bezugspersonen
mit dem aktuellen Partner –
im Guten wie im Schwierigen.
Warum Klarheit oft von außen leichter wird
Manches erkennen wir bei anderen schneller als bei uns selbst.
Wie sie sich verstricken.
Wie sie sich rechtfertigen.
Wie sie sich anpassen.
Wie sie sich verlieren.
Von außen ist es oft klarer.
Und manchmal hilft genau dieser Blick von außen,
um das Eigene besser zu verstehen.
Wie wir uns in der Kommunikation verrennen,
sehen wir bei anderen oft deutlicher als bei uns selbst.
Raum für Klärung
Genau deshalb gibt es den Abend der Klarheit.
Dort hast Du die Möglichkeit,
Dein eigenes Verhalten in Bezug auf eine konkrete Situation zu klären –
in Ruhe, mit Abstand, ohne Rechtfertigung.
Du kannst zuhören.
Mitdenken.
Oder – wenn es passt – ein eigenes Thema einbringen.
Mehr dazu findest Du hier:
https://andreasam.com/angebote/abend-der-klarheit/
| Andrea Sam ist Kommunikationsberaterin und Coach. Sie begleitet Menschen dabei, sich in Gesprächen selbst zu erkennen, innere Klarheit zu gewinnen und aus einer stimmigen Haltung heraus zu handeln. In ihrer Arbeit verbindet sie feine Wahrnehmung, Erfahrung aus Beratung und Coaching und einen ruhigen, respektvollen Blick auf menschliche Dynamiken. |