Zwölf Fotos vom Zwölften. Inzwischen gehört das Format zu mir. Gerne mache ich 12 Fotos und lasse mich immer wieder überraschen, was sich so in mein Bewusstsein drängt. Was aufgenommen werden will und was die Geschichte dahinter ist.
Heute habe ich den Fokus darauf, wohin Gedanken führen und wie sie vernetzt sind. Welche Gedanken mir in den Sinn kommen, wenn ich etwas intensiver betrachte. Das geht nicht nur mir so. Unser Gehirn stellt immer Querverbindungen her. Heute mache ich meine Verbindungen sichtbar. Diese Verbindungen können für uns selbst ein wichtiger Schlüssel sein, wenn wir etwas ergründen wollen. Heute zeige ich diese Vernetzungen anhand meiner Fotos und meines Tages.
So beginnt der Morgen mit einem Besuch im Café Mieze. Ah, es ist schon schön sonnig, aber der Garten ist leider immer noch zu. Da ist die Wiese wohl noch zu feucht. Ich warte freudig auf die Tage, an denen ich wieder draußen in der Sonne im Garten der Mieze sitzen kann.
Bis dahin gehe ich nach innen. Klar könnte ich auch vor dem Garten in der Sonne sitzen. Aber das zeigen Bilder nicht so gut: Da ist es laut. Die Straße führt direkt daran vorbei.Zwölf Fotos vom zwölfen. Inzwischen gehört das Format zu mir. Gerne mache ich 12 Fotos und lasse mich selbst immer wieder überraschen, was sich so in mein Bewusstsein drängt. Was aufgenommen werden will und was die Geschichte dahinter ist.

Schon mit dem nächsten Schritt sehe ich: huch, Ostereier. Sind wir schon so weit? Klar, es ist bald Ostern. Es wird Zeit, meine Deko hervorzuholen.
Davor will ich noch die Fenster putzen. Mein Bruder hat sich einen Fensterroboter gekauft. Den will ich testen, aber es kommen ein paar Tage Regen. Soll ich dekorieren ohne geputzte Fenster? Schwierige Entscheidung – grins.

Innen im Café geht’s gleich weiter. Der Ofen ist noch an, bollert schön in meinen Rücken. Vor mir die Frühlingsblumen. Wow, schon Forsythien. Meine Lieblingsheckenpflanze im Frühjahr.
Darf das sein? Die Gärtner regen sich auf, weil sie nicht wertvoll ist für die Tierwelt. Ich mag sie. Wir hatten sie am Haus, in dem ich aufgewachsen bin, und ich durfte immer durch sie durchklettern, um meinen Freund nebenan zu besuchen.
Er wohnt weit im Norden. Schon lange nichts mehr von ihm gehört. Was er wohl macht?

Wieder zu Hause fiel mein Blick beim Aussteigen auf den Stachelbeerbusch. Huch, er ist grün! Er bekommt Blätter. Das Besondere: Wir haben ihn nicht dahin gepflanzt. Er kam von alleine und will da wohl wachsen.
Direkt daneben ist ein Baumstamm. Auch eine Pflanze, die von alleine kam, sich aber inzwischen wieder verabschiedet hat. Ganz witzig, was bei uns im Garten so kommt und geht, wenn man nicht so stark eingreift.

So ist auch dieser Schnittlauch wild gekommen. Ich habe ihn zuerst nicht erkannt, da er nicht glatt ist wie normaler Schnittlauch. Aber meine Freundin Heike Engel – die Wildpflanzenfrau – von Strahlemensch – war neulich da und sagte im Nebensatz: „Ah, da hast du ja wilden Schnittlauch.“
Seitdem gibt es morgens immer Schnittlauch aufs Brot – oder wie heute auf die Brötchen.

IIm Haus: schnell die Brötchen in den Ofen. Der Teig war fertig. Es gibt glutenfreie Hafer-Hirse-Brötchen und zum ersten Mal Linsenbrötchen. Beide sehr lecker, aber nicht zu vergleichen. Die Linsenbrötchen sind eigenwilliger im Geschmack. Da werde ich noch experimentieren.
Aber fürs Erste: lecker. Vor allem die Konsistenz ist fluffiger als die Hafer-Hirse-Brötchen.

Teig klebt immer an der Schüssel. Egal ob glutenfrei oder nicht. Vor Kurzem hat mir unser junger Bio-Bauer einen Luffa-Schwamm geschenkt. Er stammt wohl von seinem Acker.
Ich schnitt ihn in Stücke. Ja, wirklich: Damit kann man die Teigschüsseln gut sauber machen. Sollte der Schwamm dann unansehnlich werden, kann man ihn sofort auf den Kompost werfen.
Ja, macht Sinn, macht Spaß und gibt ein gutes Gefühl, damit die Schüsseln zu reinigen..

Da die Sonne angenehm schien, sind wir am Mittag noch einmal losgezogen. Ich habe eine Lieblingsstelle, von der aus ich schön in die Ferne schauen kann. Das tut den Augen nach viel Computerarbeit immer gut.
Der Blick geht auf unseren Funkturm. Da ist mir dann eingefallen, dass es um den auch schon tolle Aprilscherze gab. Apropos: Ich soll mir doch einen Aprilscherz einfallen lassen.

Sonne ist schon recht, aber eigentlich ist es doch noch zu kalt. Aber bald …
Mir ist eingefallen, wie ich hier vor einem Jahr saß und den Tod eines Bekannten betrauerte. Schwups, schon wieder ein Jahr vorbei. Schon ein Jahr ist seine Frau Witwe. Wie es ihr wohl geht?

Ich mag es, den Blick zu wechseln. Mal nah schauen, mal in die Ferne, mal direkt über mich: Da ist eine Linde. Unter mir die Gänseblümchen, in der Nähe mein Auto, in der Ferne der Funkturm. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass der Blickwechsel eine wichtige Übung zur Aktivierung des Gehirns ist.

Zum Abendessen gab es unter anderem einen Apfel-Fenchel-Salat. So frisch, so lecker. Nur mit Zitrone und Honig angemacht, bevor es dann in die nächsten Online-Sessions ging.

Judith Peters bot einen Claim-Workshop an. Ich habe schon Ideen und bin gespannt, was der Kurs für Impulse gibt. Direkt danach geht es noch in den Aufstellungsabend.
Frauen, die eine gemeinsame Fortbildung gemacht haben, treffen sich, um selbst aufzustellen. Meine nächste Aufstellung, die ich anbiete, ist nächste Woche

Wenn ich das so sehe, denke ich, es war nichts Aufregendes heute. Aber mit den inneren Vernetzungen war es doch ein sehr lebendiger Tag.
Ein Kommentar
Liebe Andrea,
ein frühlingshafter Tag mit vielen Impressionen der aufbrechenden Natur – danke fürs Mitnehmen durch deinen Tag!
Und auch wenn es auf der Bank noch frisch war, die Sonne im Gesicht hat ganz sicher gut getan.
Und wie lautet dein Claim?
Herzliche Grüße eine ehemaligen TCSlerin,
Gabi